Wissenswertes über Holzpfeile

Anmerkung: Dies soll keine Wissenschaftliche Abhandlung sein,
sondern nur aufzeigen, warum ich meine Pfeile,
als langjähriger Langbogenschütze, so baue!

Schaft:
Europäische, langsam wachsende Bergfichte. Sie ist leichter als Zeder und steht im besten Verhältnis von Gewicht zu Haltbarkeit, gerade Maserung, welche die Geradheit unterstützt. Gut zu beizen, grundieren und lackieren, gut zu begradigen. Meine Rohschäfte haben einen Durchmesser von 5/16 und 11/32.
Barreled:
Die Schäfte werden vorne und hinten verjüngt, sie werden von 11/32 auf 5/16 abgeschliffen. Der Schaft ist nicht mehr zylindrisch, sondern vorne und hinten dünner als in der Mitte. Sein Aerodynamisches Verhalten wird dadurch viel besser. Er wird auch um einige wenige Gramm leichter ohne das sich der Spinewert wesentlich verändert.
Spinewert:
Der Spinewert ist die Steifigkeit des Schaftes und besagt wie stark der Pfeil sich unter einer bestimmten Belastung biegt. Die drei Eigenschaften Schaftlänge, Spinewert und Spitzengewicht stehen in direkter Abhängigkeit zueinander. Hier sprechen wir vom dynamischen Spine, dem effektiven Abschussverhalten des Pfeils. Je länger der Schaft ist, umso leichter lässt er sich verbiegen. Die Masse im Spitzengewicht bewirkt, dass sich der Pfeil im Abschuss verbiegt.
Länge:
Als Grundsatz gilt, ein Pfeil soll nur so lang wie nötig sein. Ein kürzerer Pfeil wird leichter und hat weniger Masse, was erhöhte Geschwindigkeit bringt. Längere Pfeile oszillieren stärker, kürzere Pfeile stabilisieren sich schneller.
Spitze:
Die Stahlspitze von TopHat® ist mit einem zylindrischen Innengewinde hergestellt. Die aufgeschraubte Spitze verankert sich fest im Holz und ein selbstständiges Lösen wird weitgehend verhindert. Durch den konischen Bereich im vorderen Teil zentriert sich die Spitze, das heisst sie sitzt absolut gerade auf dem Schaft. Ich verwende Stahlspitzen Field und Mittelalter. Der etwas grössere Durchmesser der Spitze erleichtert auch das Ziehen der Pfeile aus der Scheibe.
Federn:
Die Federn beginnen unmittelbar nach dem Abschuss den Pfeil zu stabilisieren. Ich verwende für meine Pfeile nur linke Flügelfedern (LW Federn). Die Pfeile drehen sich gegen den Uhrzeigersinn (bei RW Federn = rechts um). Nach dem Anbringen auf dem Schaft werden die Federn vorne an der Spitze gewickelt um ein Ablösen der Feder zu verhindern. Ich verwende nur naturbelassene Federn.
Nocke:
Ich verwende die Bohning® Nocke "Classic" in 5/16 und 11/32. Die Lage der Maserung liegt rechtwinklig zur Sehne und auslaufende Jahrringe werden auf die Oberseite der Schäfte ausgerichtet. Sollte ein Pfeil beim Abschuss brechen, knickt er nach oben aus und vermindert so die Verletzungsgefahr.
Fazit:
Die Wahl der richtigen Komponenten eines Pfeils sind ausschlaggebend für sein Flugverhalten. Ich baue Pfeile die nicht nur gut fliegen, sondern auch optisch ansprechen. Daher ist es für mich wichtig, für welchen Bogen die Pfeile sind (Art des Bogens, Stärke des Bogens, Auszug ergibt die Länge des Pfeils usw).